• Max und Mina

Lissabon die Stadt mit ihrem einzigartigem Flair.


Die eng aneinandergebauten Häuschen, die Kachelfließen an vielen Hausmauern, der Stuck an den Fassaden, die schmalen Gassen mit ihrer Vielzahl an Restaurants, Bars und Cafés, die gelbe Tram welche die Straßen Alfamas hinauf rattert, die zahlreichen Ausblicke über die Stadt und nicht zu vergessen- die köstlichen Puddingtörtchen Pastéis de Nata.

Kurz gesagt, das alles ist Lissabon.

Es war nicht sofort Liebe auf den ersten Blick. Lissabon und ich brauchten eine gewisse Zeit miteinander, um uns zu verlieben. Nach einem Spaziergang alleine durch die Stadt passiert es und der Funke sprang in mein Herz. Mir wurde bewusst, dass Lissabon eine Stadt ist, die man fühlen muss. Sie sollte nicht nur einfach angeschaut werden. Von einer zur nächsten Sehenswürdigkeit zu hetzen tut nicht gut.

Das war wohl zumindest der Fehler von mir, denn Lissabon so wie meine Schlussfolgerung ist, ist Feeling und Leben.

Am letzten Tag schlenderte ich alleine durch die Straßen und ließ mich voll und ganz auf das Treiben und Gewusel der Stadt ein. Ich lebte im hier und jetzt. Ich nahm die Geräusche der Tram war, betrachtete im Detail die Häuser, beobachtete die Menschen um mich herum, habe mich in einen Park gesetzt und fand Ruhe beim Betrachten der bildschönen Basilika Estrella.


Übernachtung:

Wir haben uns im Home Lissabon Hostel einquartiert.

Ein Hostel mit Charakter und persönlicher Note. Die Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit.

5x die Woche kocht die „Mama“ des Hostelbetreibers selbst. Einfache Hausmannskost für 10€ ( Vorspeisen, Hauptgang und Nachtisch + all you can drink Wein, Bier und Wasser). Dort kommt man auf jeden Fall extrem schnell in Kontakt mit anderen Menschen und Reisenden. Es ist ein lautes spannendes Geschehen.


Das Hostel bietet täglich die Free Walking Tour. Dort kann sich ein Überblick über die Stadt verschaffen werden.

Eine gute Möglichkeit Fragen zustellen und ein Hintergrundwissen über Lissabon zu erhalten.


Hier einige"must do's" und Sightseeingpunkte von Lissabon


Meine geliebte Tram 28

Sie ist für mich das „Wahrzeichen“ von Lissabon. Ohne die bezaubernde Tram würde das gewisse extra fehlen. Ohne diese Bahn, würde etwas wichtiges in Lissabon fehlen. Wer nicht auf einen Sitzplatz angewiesen ist, kann die Bahn eine Station später in Fahrtrichtung betreten. So umgeht ihr die 45 Minuten Warteschlange.

Vielleicht bin ich auch nur zu verliebt in diese kleine süße gelbe Bahn, aber ich glaube ich bin mit meiner Ansicht nicht alleine :)

Mit der berühmten klassischen gelben Tram kann man eine reizvolle kleine Stadttour erleben. Sie rattert durch die historischen Viertel Graca, knattert durch die engen Gassen von Alfama und fährt durch die Baixa Chiado und Sao Bento und endet vor der prächtigen und beeindruckenden Basilika Estrella.

Die Tram 28 ist natürlich auch ein fotogenes Postkartenobjektiv und ich knipste sie gefühlte 1000 mal :)

Wir stiegen am Hauptplatz der Tram ein. Wir müssten zwar über eine Stunde anstehen, aber dadurch hatten wir einen gesicherten Sitzplatz und konnten die erste Hälfte genießen und uns herum tuckern lassen, bevor wir den restlichen Abschnitt gemütlich zurück liefen.



Alfama und die Klänge des Fado‘s

Es war früher das verrufene Viertel, den es war einst die ärmste Region der Stadt. Heutzutage ist es das kleine Juwel von Lissabon.

Alfama zeichnet das antike aus.

Es ist nämlich vom schweren Erdbeben im Jahr 1755 verschont geblieben. Als wir durch die engen Gassen schlenderten könnten wir hier die ältesten Häuser der Stadt betrachten.

Ich mochte es dort auf Anhieb, auch wenn die Stimmung dort anders ist als in den anderen Vierteln.

Dieses Stadtviertel hat seinen ganz besonderen Charme und Flair.

In Alfama konnten wir den Klängen des Fados lauschen.

Die Klänge des Fados sind melancholisch. Es ist der traditionelle portugiesischen Musikstil und eine Art Klagelied.

Die Themen handeln von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen und Sehnsucht.

Den sogenannten Saudades – nach besseren Zeiten. Diese Lieder wurden früher dort gesungen und gespielt. Fado gehört genauso wie die Tram 28 zum Herzen von Lissabon. Heutzutage lauschen meistens die Touristen in Alfama den Klängen von Fado.





Ponte 25 de Abril und Christo Rei Statue.

Die Brücke reicht über den Fluss Tejo und verbindet Lissabon im Norden mit dem Pendlerviertel Alameda im Süden.

Die Brücke spiegelt stark die Golden Gate Bridge in San Francisco wieder. Diese Ähnlichkeit ist nicht zufällig. Die Brücke wurde nämlich von der gleichen Firma gebaut.

Cristo Rei Statue ist die überragende 80 Meter hohe Christusfigur am südlichen Ufer des Tejo.

Dieser Platz ist sehr beliebt, da man einen super Blick über die Stadt mitsamt der Hängebrücke bekommt.

Ich finde, dass sich der Weg dorthin gelohnt hat und würde jederzeit wieder diesen Ort aufsuchen.



Mosteiro dos Jerónimos liegt im Stadtteil Belém.

Das Kloster war ursprünglich als karges Kloster konzipiert, aber der Reichtum des Gewürzhandels verwandelte das Projekt in eines der extravagantesten religiösen Gebäude in Portugal.

Es überstand das Erdbeben 1755 und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Das Gebäude ist sehr detailliert gebaut. Schaut euch mal den Eingang an. Hier steckt sehr viel kunstvolle Kreativität dahinter.

Tipp: kauft die Karte im Museum ( also im mittleren Teil). Dann könnt ihr an der Schlange des Kloster gemütlich an den tausenden Leuten vorbei und hinein gehen.



Die Catedral Sé Patriarcal,

Sie ist sicherlich nicht die prachtvollste und schönste Kirche von Lissabon, dafür die älteste.

Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1147. Sie überlebte schon zwei Erdbeeren. Jedoch wurde sie immer dabei beschädigt und es mussten bestimmte Teile restauriert werden.

Die Kirche ist sogar älter als Notre Damme von Paris und v.a. in der Dunkelheit ist sie ein richtiger Hingucker.


Die süße Eiersahnecreme auf knusprigem Blätterteig - Pastel de Nata

Und ja, dass die kleinen Törtchen zu Portugal gehören weiß fast jeder. Spätestens nach einigen Tagen in Portugal:)

Wer sie nicht probiert hat, war nicht in Portugal :). Sie bestehen aus Blätterteig, der mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne gefüllt wird. Die gebackenen Pastéis werden "oben schön braun" und werden dann meist mit Puderzucker bestreut.

An fast jeder Ecke gibt es sie, ja sogar im Aldi sind sie zu finden. Und wirklich erstaunlich gut und günstig.

Sie duften schon von weitem und auch ich stopfte mich Tag ein Tag aus mit dieser verführerischen Kalorienbombe zu. Die besten aß ich allerdings von

Manteigaria. Die Bäckerei besitzt einen Laden im Zentrum der Stadt und in dem bekannten Foodcuort „Time out“. Dort bekommt man die leckeren Häppchen auch noch lauwarm (wie sie mir am besten schmecken).

Dann gibt es natürlich noch die Törtchen der berühmten Bäckerei Pastéis de Belém. Dort haben sie ihre Geburtsstätte. Ich empfand sie zwar auch als gut, aber nicht überragend.

Hinzukommt, dass einfach jeder diese Bäcker aufsucht (ja auch ich) und sich erhofft, die besten der besten Pastel de Nata zu verschlingen. Das Café wirkte auf mich wie eine Massenabfertigung und lieblos. Das gewisse Flair fehlte in der Cafeteria.

Lieber kauft man sich die leckeren Törtchen woanders "to Go" und verdrückt sie irgendwo an einer tollen Aussicht. Dazu muss man nicht extra nach Belém fahren.



Time Out Market Lisboa:

Der Foodcuort ist zwar kein dringendes „ must have“ aber ein Gang durch die vielen Essenstände ist ein Besuch wert. Dort finden man alles. Von Crocettas bis Iberico kann sich dort kulinarisch ausgetobt werden.Wir Ludwigs bestellten uns ganz klassisch einen Burger :)))))


So das war es erstmal über das schöne Städtchen Lissabon. Natürlich könnte ich noch viel mehr aufzählen und jedes Viertel genauer beschreiben und noch weitere hinzufügen, aber am schönsten ist eine Stadt wenn man nicht alles bis ins kleinste Details weiß.

Wo bleibt sonst die Neugierde und Vorfreude, oder?


Aber das Beste kommt bei mir oft wahrhaftig zum Schluss.

Ich möchte mich am Ende dieses Artikel bei meinem besten

Freund Michi bedanken. Er besuchte uns in Lisabon und verbrachte schöne Stunden mit uns.

Ein Dankeschön möchte ich auch für den lustigen Abend mit Sara, Eva, Michi und Max aussprechen.

Ein Abend an dem ich Tränen lachte.

Den kleinen Miniimbiss mit dem sexy Pilot, bei dem sogar George Clooney, Brad Pitt oder Jamie Dornan alias Christian Grey einpacken können, werde ich niemals vergessen.


Ich drücke euch von Herzen


Bis bald

Eure Mina



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