• Max und Mina

Island von Lava, Eis ,Wasserfällen & Puffins unser Roadtrip - einmal um die Insel


Wenn der Weg schön ist, frag nicht wohin er führt...

Dieses Zitat trifft es bei diesem Land im wahrsten Sinne auf den Punkt!

Islands Natur ist so vielseitig, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Hier findest du atemberaubende Wasserfälle, schwarze Strände, schwimmende Eisberge, massive Schluchten, schroffe Berg- und Küstenabschnitte, eisige Gletscher, heiße Quellen und rauchende Erdlöcher. Wir haben uns auf den Weg gemacht und 2 Wochen lang uns die berühmte Ringstraße- einmal um die Insel- vorgenommen und machten dabei einige kleine Abstecher.

Ich habe vorher schon einiges über dieses Land gelesen und darüber Dokumentationen gesehen. Es jedoch mit eigenen Augen zu sehen, dieses Land mit allen Sinnen wahrzunehmen, zu fühlen und es aufzusaugen, ist unbeschreiblich und übertraf jegliche meiner Vorstellungen. Ich versuche euch in diesem Artikel einen kleinen Eindruck zu vermitteln und möchte euch mit auf eine Reise unserer schönsten Momente nehmen.

Denk daran, das Beste kommt immer zum Schluss:)

Island, die Insel ist flächenmäßig ca. so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen und ist die, mit ca.130 Vulkanen, größte Vulkaninsel der Welt. 2010 legte der Vulkan Eyjafjallajökull, wegen seines Rauchs den Flugverkehr Nordeuropas lahm und zahlreiche Menschen und Tiere, auf Island, erkrankten durch seinen Ausbruch an Lungenleiden.

In der Hauptstadt Reykjavik leben gut 2/3 der 323.000 Einwohner. Viele Bereiche des Landes sind oft menschenleer. Hier wird Natur und Freiheit noch groß geschrieben.

Die Isländer lieben ihre Hot Pots.

Ein Hot Pot, ist ein Wasserloch das auf ganz natürliche Weise mit heißem Wasser aus tieferen Erdschichten erhitzt wird. Besser als in jeder Badewanne oder einem Whirlpool.

Island die Insel zwischen Europa und Amerika


Hier startete vor 2 1/2 Monaten unsere unbekannte Reise. Rückblickend können wir sagen: "Iceland you have and enchanted us and completly hit us in our heart. We will meet again (Island du hast uns verzaubert und uns voll ins Herz getroffen - wir treffen uns wieder)

Wir hatten einen Sommer erwischt, welcher der schlechteste der letzten 100 Jahre gewesen ist- laut Aussage eines Isländers, mit der Ergänzung: „It`s Iceland - we have Hot Pots:)“

Das Wetter in Island ist so unberechenbar und es sollte sich auf alle Wetterlagen eingestellt werden. Oft kann man mit Sonnenstrahlen in den Tag begrüßt werden und 10 km weiter stürmt es, als würde die Welt untergehen. Wir hatten in den 14 Tagen überwiegend Temperaturen von 5 bis 12 °C und davon drei gute Sonnentage. Ja, es war schon ziemlich kalt und oft windig, aber wie heißt es so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Mit der richtigen Ausstattung wird Island, trotz wechselhafter Wetterverhältnisse, zu einem Abenteuer fürs Leben.

Am 12. August sind wir nachts am Flughafen in Keflavik gelandet. Vom Flughafen aus gelangt man am schnellsten mit dem Shuttlebus in die Stadt.

Es gibt mehrere Anbieter wie z.B. www.re.is/Flybus//. Die Anbieter haben auch unterschiedliche Tag- und Nachttarife. Wir waren so müde und wollten einfach nur ins Hostel, da wir leider keine Tarife verglichen bzw. erst als wir die Tickets schon hatten den Unterschied feststellten und mehr Geld bezahlten, war unser Pech. Also vorher erst informieren, dann kaufen.

Zurück zum Flughafen nahmen wir den öffentlichen Verkehr, was auch ohne Probleme funktionierte. Das war nochmal billiger.

Unsere Route & Highlights

Reykjavik – die nördlichste Hauptstadt Europas

Wir buchten uns im KEX Hostel in ein 10 Bett Hostelzimmer ein. Ein sehr lässiges und im Vintagesstil arrangiertes Hostel. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und würden es jederzeit wieder nehmen. Es war für uns die kostengünstigste Variante. Alternativen wären natürlich Hotel, AirBnB oder Couchsurfing.

Reykjavik ist nicht sehr groß und 1-2 Tage um durch die Stadt zu schlendern reicht völlig. Sehenswert ist die Regenbogenstraße hinauf zur Halgrims-Kirche. Vom Turm der Kirche hat man einen tollen Blick über die gesamte Stadt.

Im Anschluss kehrten wir in das idyllische Café namens Babalu ein.

Die Isländer lieben ihren Hot Dog, den man fast überall kaufen kann. Die angeblich leckersten Hot Dogs holten wir uns an der Imbissbude Baejarins Beztu Pylsur ( bbP). Er war einfach, aber für uns lecker.





Tagestour zum Landmannalaugar im Hochland von Island

Am Landmannalaugar erwartet einen bei Sonnenschein:) ein Farbenspiel von buntschillernden Bergen, fast schon zu kitschig, heiße Quellen die u.a. in einem Fluss fließen indem gebadet werden kann --> ein must do:), und Aussichtspunkte zum staunen.

Da wir die restliche Zeit einen Campervan gebucht hatten, entschieden wir uns für eine geführte Tagestour mit Extrem Iceland, um kurz in das Hochland schnuppernd zu dürfen. Für eine Rundreise über das Hochland benötigt es einen Allradantrieb. Und so machten wir uns mit einer gebuchten Tour auf ins tiefe Hochland.

Übrigens zum Landmannalaugar gibt es auch eine Bergüberquerung z.B ab Skogafoss und dauert ca. 5-7 Tage. Das Wetter zeigte sich sehr bescheiden, jedoch regnete es nicht. Das war schon einmal viel wert. Die Reise dorthin führte uns über schroffe Landschaften, an einem Wasserfall und Lavafeldern vorbei. Am Ziel angekommen begaben wir uns auf eine ca. 2 stündige Wanderung und zum Schluss durften wir für eine Stunde die Seele im warmen Quell/Flusswasser baumeln lassen bevor es zurück nach Reykjavik ging.





Goldene Circle - Pingvenir (Kontinentalplatten), dem Geysier und Gullfoss Wasserfall. Am 14. August holten wir unseren kleinen und feinen Campervan ab und starteten unsere Route zu dem berühmten Goldene Circle. Wir planten hierfür 1 1/2 Tage ein, was auch völlig ausreichend ist.

Mein Highlight war definitv der Geysier "Strokkyr". Es beeindruckende mich, wie aus der Erde innerhalb von 3-5 Minuten Abständen eine Wasserfontäne herausschoss. Ich hätte hier stundenlang verweilen und das Naturspektakel beobachten können.

Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten gilt die Regel: Kommst du am frühen Morgen oder gegen den späteren Nachmittag sind viele der Touristen weg.






Der Süden von Island

Nach dem Golden Circle führen wir die Ringstraße vom Süden aus entlang. Im Süden von Island haben wir unendlich viel gesehen, da sich ein Naturhighlight nach dem anderen reiht. Wir empfanden die südliche und den westliche Region als die zwei Schönsten.


Unsere Stopps und sehenswertes auf der Strecke:

Seljalandsfoss


Skogafoss mit Campingaufenthalt



Kap Dyrholaey - das Loch im Felsen, dort konnten wir auch Puffins beäugen





das Städtchen Vik an der Küste mit schwarzem Strand



die Schlucht Kirkjubaejarklaustur


der magische Gletschersee Jökulsarlon (Glacier Lagoon)


Diamond Beach


und zu guter letzt Skaftafell mit der Gletscherwanderung

Der Osten von Island

Im Osten von Island haben wir uns überhaut nicht aufgehalten, da das Wetter nicht so sonderlich gut war. Im Osten sind wir die Bergstraße bis in den Norden entlang gefahren. An der Bergstraße übernachteten wir an einer einsamen abgelegenen Bucht an einem Wasserfall.

Sehenswertes für das östliche Gebiet wäre das Städtchen Höfn und die Fjorde die wunderschön sein sollen.



Der Norden von Island

Im Norden gibt es wieder einiges zu besichtigen. 5 Tage hielten wir uns im Norden auf. Wir suchten den größten Wasserfall Europas den Dettifoss auf und bestaunten seine Wassermengen. Der Wasserfall liegt abseits der Ringstraße.

Dieser kann entweder am Ost-oder Westufer (Straße 862 oder 864) angefahren werden.


Im Anschluss fuhren wir zum Geothermalgebiet "Hverfell", den Krater „Krafla“ wo ich meinen Schuh für ein Bild fast im Schlamm verlor und die bezaubernde Grotte "Grjotagja" bekannt auch durch die Serie "Games of Thrones".




In Myvatn statteten wir dem Geothermalbad einen Besuch ab und badeten in seinem schwefelig, milchigen Wasser. Für uns beide war dieser Besuch sehr lehrreich, denn uns gefiel das nicht wirklich. Die natürlichen Hot Pools lieben und schätzen wir dafür um so mehr.


Bevor es in das Städtchen Husavik ging machten wir einen Stop am malerischen Godafoss. Ein Wasserfall gleich neben der Ringstraße. Schon von Weitem sieht man ihn. Der Name Godafoss heißt übersetzt: "Wasserfall der Götter" und dieser war göttlich. Seht selbst.



Das Städtchen Husavik.

Ein Grund, wieso es uns dort hingezogen hat, war die sehr hohe Wahrscheinlichkeit Wale dort anzutreffen. Mit Glück kann man diese vom Land aus beobachten oder, wie wir, eine geführte Bootstour buchen. Die Saison geht von Juni bis Ende August, jedoch im Juli ist die Chance auf mehr Wale höher. Wir entschieden uns für den Anbieter „ North Sailing“ und buchten die Husavik Original Whale Watching and Sails Tour und tatsächlich konnten wir drei Buckelwale bestaunen. Es war faszinierend und aufregend zugleich. Es war oft leise und jeder schaute aufs offene Meer und plötzlich das Geräusch wenn der Wal hochkommt und ausatmet.

Wir würden wieder, auch wenn es ein wenig teuer ist, dieses Boot wählen. Durch die Größe des Segelbootes hatte jeder genügend Platz und Freiraum und wir hatten kein Gefühl des eingeengt seins. Die Guides waren informativ und sehr freundlich. Leider war ein Segeln wegen, zu wenig Wind, nicht möglich.




Camping und Hot Pot in Grettislaug noch untouristisch und authentisch! Es gibt 2 Gründe wieso man den Campingplatz Grettislaug im Nirgendwo aussucht. Die zwei Hot Pot und Ruhe:) Dort verbrachten wir zwei wunderbare Nächte auch wenn sich das Wetter nicht von Seite besten Seite präsentierte.



Der Westen - die Halbinsel Sneafellsnes

Das westliche Gebiet ist groß und man kann wahrhaftig in zwei Wochen nicht alles sehen, das ist klar. Da wir sowieso kein Auto mit Allradantrieb hatten entschieden wir uns für die Halbinsel Sneafellsnes. Diese ist gut in 1-2 Tagen gemütlich zu entdecken. Unser absolutes Highlight und unser Tipp der noch ursprüngliche Hot Pool Laugar.

Dieser Ort war für uns Island pur, authentisch, Liebe auf den ersten Blick und atemberaubend schön im Sonnenuntergang im warmen Hot Pot zu sitzen und die Freiheit zu spüren.



Sehenswertes:

die schwarzen Strände Reynisfjara und Djupalonssandur




der berühmte und meist fotografierte Berg Kikjufell und dem Kirkufellsfoss der am gegenüberliegenden Hang seine Schönheit präsentiert - wären dort nicht zahlreiche Touristen.



Die Schucht Raudfeldsgja




die schwarze Kirche von Budir


Svörtuloft Leuchtturm


Bevor wir uns auf den Weg zur Camperrückgabe machten, sahen wir einmal mehr den mächtigen Vatnajökull

und so endete nach 2 Wochen unser Roadtrip und Portugal erwartete uns schon sehnsüchtig.


Und zum Schluss möchten wir noch den Hraunfossar vorstellen. Einen Wasserfall der, so wie es scheint, aus der Erde fließt. Das liegt an den unterirdischen Flüssen, die das Wasser im Lauf der Jahrmillionen durch den Basalt gebohrt hat.




Wie gefällt euch Island und haben wir euch neugierig auf das Land gemacht? Wir freuen uns über Kommentare/Nachrichten.

Liebste Grüße

Eure Mina & Max

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