• Max und Mina

3 Tage in Chefchaouen – die blaue Stadt

Aktualisiert: 16. Nov 2018


Vorab. Wenn du Tipps suchst, findest du sie am Ende des Textes.


Während der tollen langen Fahrt von Fes nach Norden durchquerten wir Landschaften mit zahllosen Hügeln, wir sahen einer Kamelherde beim Trinken zu und konnten nach 3 Tagen Fes unseren Augen wieder mehr als nur Mauern und Menschen zeigen. Der Weg führt über eine Bergstraße, durch karges Ödland und noch mehr Bergstraßen. Nach der letzten Kurve auf der letzten Straße vor Chefchaouen kommt man an einem Hang vorbei der eine wunderbare Sicht auf die Stadt offenbart.


Warum die Stadt blau bemalt ist wissen alle Menschen der Stadt. Die eine Hälfte, weiß, dass es so ist um die Mücken fern zu halten und die andere Hälfte weiß, dass die blaue Farbe vor dem gefährlichen „bösen Blick" schützt. Aber beide Hälften wissen, dass es reicht um Touristen anzulocken.

Am bewachten Parkplatz angekommen, stellen wir unser Auto ab und zahlen für 3 Nächte im voraus ca 12 Euro. Ich soll mir den Weg nicht von einem Einheimischen erklären lassen, also suche ich den Weg per Maps. Für ca 8 Euro bekommt man für 1 Monat eine SIM Karte mit 4GB Datenvolumen. Schon nach wenigen Metern in der Medina gebe ich auf. Es schaut nicht nur alles gleich aus und hat die selbe Farbe, auch der Maps Standort springt immer herum wie ein Gummiball. Schnell entschließe ich mich dafür eine Dame nach dem Weg zu fragen. In perfektem Französisch antwortet sie mir und wir finden unser Riad (Hostel mit Atrium). Zimmer bezogen, Restaurant ausgesucht und Leute in der Lobby angequatscht, ob sie mit Essen gehen wollen. So lernten wir Daniel kennen.

19 Jahre, Student, B2 in Französisch und wir haben uns super verstanden. Gemeinsam gingen wir Tajine und Couscous essen.


Am nächsten Morgen starteten wir die Tour zum Wasserfall Cascades D'akchour. Das Taxi fasst 6 Mann und kostet immer den gleichen Preis. Egal wie viele drin sitzen. Wir haben noch 2 Mädels aus dem Hostel, Daniel und einen Australier eingepackt um das Taxi vollzumachen. Nach 20 Minuten Fahrt kamen wir am Parkplatz vor dem Wanderweg an. Es wird eine 2 stündige Wanderung die zu einem tollen Wasserfall führt. Am Ziel soll es einen natürlichen Pool geben. Aber erstmal hinkommen. Zu Beginn kauften wir noch Frühstück und stiefelten los. Unterwegs haben wir immer wieder kleinere Shops oder Tajine- und Teestände entlang des Flusses angetroffen, die sogar zu fairen Preisen ihre Produkte verkaufen. Die Wanderung bot auch wieder eine Sensation nach der anderen. Wunderschöne Aussichten, tolle Flussläufe, magische Lichteinfälle zwischen den Bäumen und mitten drin riesige Betonklötze die als Brücken dienen.


Nach ca 1.5 Stunden liefen wir entlang eines Gartens auf 1200 Metern Höhe. Es wurden Paprika, Tomaten, Auberginen und eine Vielzahl an Kräutern angebaut. Entlang des Weges stießen wir auf weitere lustige Brücken, Hanfplantagen und kamen letztendlich auch an dem Wasserfall an, der sich aber eher als kleine Enttäuschung herausstellte.

Trockenzeit. Wenig Wasser.

Aber der kleine Pool darunter war ein würdiges Ende. Auch hier gab es Tee und Tajine zu kaufen.


Nach ca 1 Stunde traten wir den Rückweg an. Kurz vor dem Ende entdeckten wir das Naturbad wieder. Unsere Gruppe hatten wir wegen den zahlreichen Fotos, die wir machten, schon längst verloren. Also beschlossen wir, erstmal schwimmen zu gehen. Die entspannte Umgebung zieht jeden in seinen Bann.



So auch unsere Gruppe, die sich im Fluss auf Plastikstühlen zwei riesige Tajines genehmigten. Abends entspannten wir auf der Dachterrasse, nach dem Essen.

Wir aßen immer im Beldi Bab Ssour. Das Team war so motiviert und das Essen Top. Mina wollte Couscous, aber leider war er aus. Der Kellner kam 5 min. später zu ihr und meinte, dass es doch noch EINE Portion gäbe und ob Mina das möchte. Sie willigte ein und wir begannen zu rätseln wo diese EINE letzte Portion herkommen möge.

Reste aus den nicht gegessenen Speisen? Eine Portion, die für das Personal gedacht war? Oder sie holen es einfach aus einem anderen Restaurant?

Frisch kochen?.. schon mal Couscous gemacht? Also nicht den aus dem Supermarkt, der in 10 Minuten fertig ist. Couscous dauert ewig, wenn er richtig gemacht wird, und man schmeckt den Unterschied. Einige Zeit später kam ein abgesetzter Junge mit einer Schale an und rannte in die Küche.

1 Minute später Mina's Couscous serviert.

Eine andere wichtige Sache war für mich zum Frisör zu gehen. Am Morgen beim Café au Lait streiften meine Blicke durch die schmalen blauen Gassen und ich entdeckte einen Frisörsallon.

Da Mina sich noch einen Fruchtsalat bestellt hatte und Daniel uns Gesellschaft leistete, ging ich nach neben an und klopfte an der Tür. Ich kam sofort dran. Handy rausgeholt und meine Wunschfrisur anhand eines Fotos erklärt. 23 Dirham und einen halbe Stunde später war ich fertig. Perfekter Schnitt, Nacken ausrasiert und ich war glücklich. An diesem Tag besichtigten wir die blauen Gassen und wollten uns wieder verlaufen. Aber durch Fes war mein Orientierungssinn geschärft. Also einfach mal drauf los.

Ich zeige lieber ein Paar Bilder, als den Versuch zu wagen diese Stadt noch weiter zu beschreiben.

Wir bekamen den Tipp uns Brot, Käse und Oliven zu holen und uns am Grandview Point den Sonnenuntergang anzuschauen. Guter Tipp. Wichtig ist, dass du rechtzeitig losgehst und einplanst gegen 17:00 Uhr an der Moschee auf dem Berg zu sein. Du wirst dort nicht der Einzige sein.


Wir haben Daniel eingeladen bei uns mitzufahren, da wir noch Platz im Auto hatten und er auch in die Wüste wollte. Das sollte eine tolle Zeit werden.

Wichtige Tipps für Chefchaouen

Chefchaouen ist wirklich entspannend.

Liegt sicher auch an der Farbe. Uns haben die 3 Tage richtig gut gefallen.

Grüße Max

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